CNMPB
Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns
Exzellenzcluster 171 — DFG Forschungszentrum 103

Das menschliche Gehirn ist eine der komplexesten Strukturen, die die Natur jemals hervorgebracht hat. Mindestens einhundert Milliarden Neurone und zehn mal so viele Glia-Zellen bilden ein kompliziertes Netzwerk, das tagtäglich Außergewöhnliches leistet - wie z.B. Wahrnehmen, Lernen und Erinnern. Die moderne Molekularphysiologie untersucht dabei wie die molekularen Prozesse in Zellen und Zellverbänden komplexe physiologische Netzwerkprozesse des Gehirns steuern. Umfassende Kenntnisse dieser Vorgänge sind Voraussetzung für ein besserers Verständnis von Krankheitsprozessen und für die Entwicklung verfeinerter Diagnose- und Therapienverfahren von Erkrankungen wie dem Morbus Parkinson oder der Schizophrenie. Das CNMPB verfolgt diese Ziele mit einem interdisziplinären Forschungsprogramm.

Molekulare Abläufe in Nervenzellen können am besten mit Hilfe hochauflösender Mikroskope untersucht werden. Neueste Entwicklungen, wie beispielsweise die STED-Mikroskopie, erlauben es uns mittlerweile Strukturen in lebenden Zellen im Nanometerbereich zu beobachten. Im Rahmen des Exzellenzclusters werden verschiedene Mikroskopie-Methoden weiterentwickelt, um noch höhere Auflösungen zu erzielen, um sie den Anforderungen moderner molekularbiologischer Experimente anzupassen und die oben skizzierten Fragestellungen zu adressieren.

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